Individualsoftware
entwickeln lassen.
Software, die Ihren Ablauf abbildet statt umgekehrt — mit Schnittstellen zu den Systemen, die Sie schon haben. Entwickelt in Hamburg, betreut zur monatlichen Pauschale.
Was ist Individualsoftware?
Individualsoftware ist Software, die für ein einzelnes Unternehmen entwickelt wird, statt als fertiges Produkt gekauft zu werden. Sie bildet einen Prozess so ab, wie er im Betrieb tatsächlich abläuft, und wird über Schnittstellen an vorhandene Systeme wie ERP, CRM oder Warenwirtschaft angebunden — diese müssen dafür nicht ersetzt werden.
Der Aufwand liegt selten in der Oberfläche, sondern in den Übergängen zwischen den Systemen und in der Qualität der Daten, die dort ankommen.
Standard oder individuell?
Die ehrliche Antwort lautet in den meisten Unternehmen: beides. Standardsoftware trägt die austauschbaren Aufgaben, individuelle Software den Teil, der das Geschäft ausmacht. Wer alles individuell bauen lässt, bezahlt Entwicklung für Buchhaltung. Wer alles im Standard erledigt, biegt sein Geschäft so lange zurecht, bis es in ein Produkt passt.
| Kriterium | Standardsoftware | Individualsoftware |
|---|---|---|
| Passung zum Prozess | Der Ablauf richtet sich nach dem Produkt. | Die Software bildet den Ablauf ab, den Sie ohnehin haben. |
| Einführung | Schnell verfügbar, oft in Tagen. | Erste benutzbare Version in vier bis sechs Wochen. |
| Kosten | Lizenz je Benutzer, dauerhaft, steigend. | Monatliche Pauschale, unabhängig von der Zahl der Benutzer. |
| Schnittstellen | Was der Hersteller vorsieht — und sonst nichts. | Was Ihre Systeme hergeben, bis hin zur Exportdatei. |
| Änderungen | Wunsch beim Hersteller einreichen, warten, hoffen. | Im laufenden Monatskontingent, meist in derselben Woche. |
| Abhängigkeit | Vom Produkt und seiner Preisentwicklung. | Vom Dienstleister — deshalb gehören Code und Daten Ihnen. |
Wenn Sie nach dieser Tabelle noch schwanken, ist Standardsoftware meist die richtige Wahl. Individualsoftware lohnt sich dort, wo die Entscheidung schon vorher feststand und nur noch niemand sie ausgesprochen hat.
Woran man merkt, dass Standard nicht mehr reicht.
Keines dieser Signale ist für sich genommen ein Grund, etwas bauen zu lassen. Zwei davon gleichzeitig sind es meistens.
- 01
Die Tabelle neben dem System
Es gibt eine Excel-Datei, ohne die der Ablauf nicht funktioniert — gepflegt von einer Person, gesichert von niemandem. Das ist der häufigste Anfang.
- 02
Dieselbe Zahl an drei Stellen
Auftragsdaten stehen im ERP, im CRM und in einer Liste. Wer sie ändert, ändert sie dreimal — oder eben nur zweimal, und dann stimmt nichts mehr.
- 03
Die Standardsoftware kostet Umwege
Das Produkt kann fast alles, nur nicht den einen Schritt, der bei Ihnen den Unterschied macht. Also wird er außerhalb erledigt und danach mühsam wieder eingetragen.
- 04
Die Lizenz wächst schneller als der Nutzen
Pro Arbeitsplatz, pro Modul, pro Jahr — bezahlt wird ein Funktionsumfang, von dem ein Bruchteil benutzt wird. Ab einer bestimmten Größe rechnet sich eine eigene Anwendung schlicht besser.
Schnittstellen entscheiden, ob es funktioniert.
Eine individuelle Anwendung ist selten deshalb schwierig, weil die Oberfläche anspruchsvoll wäre. Schwierig ist, was dahinter passiert: Daten aus einem gewachsenen ERP holen, sie mit dem CRM abgleichen, Widersprüche auflösen und das Ergebnis so zurückschreiben, dass die führenden Systeme führend bleiben.
Wir bauen diese Übergänge protokolliert. Wenn ein Abgleich scheitert, fällt das auf — statt still durchzulaufen und drei Wochen später als falsche Zahl in einem Bericht aufzutauchen.
Womit wir anbinden
- REST- und SOAP-Schnittstellen der gängigen ERP- und CRM-Systeme
- Direkter Datenbankzugriff, lesend, wenn das System nichts anderes anbietet
- Import und Export über CSV, XML oder feste Dateiformate aus Altsystemen
- Dateiablagen und Postfächer als Quelle für Dokumente und Belege
- Webhooks und Ereignisse, damit Änderungen ankommen statt abgefragt zu werden
Kein System ist zu alt für eine Anbindung. Es gibt nur Systeme, bei denen der Weg über eine Exportdatei führt statt über eine Programmierschnittstelle — das ist unschön, aber es funktioniert seit Jahrzehnten zuverlässig.
Wie eine Entwicklung abläuft.
Agil, aber ohne Zeremonie: keine Sprint-Rituale, keine Schätzpunkte. Stattdessen alle zwei Wochen etwas, das man anfassen kann, und ein kurzes Gespräch darüber, was als Nächstes wichtiger ist.
Das ist der Grund für die monatliche Pauschale: Ein vorab festgezurrter Funktionsumfang schließt genau die Erkenntnisse aus, die während des Bauens entstehen.
- 01 30 Minuten
Gespräch
Wir hören zu, fragen nach Ihren Daten und sagen ehrlich, ob wir die Richtigen sind.
- 02 1–2 Wochen
Zuschnitt
Wir sehen uns die vorhandenen Systeme an und schlagen einen ersten Schritt samt Monatskontingent vor.
- 03 4–6 Wochen
Erste Version
Etwas Benutzbares im echten Betrieb, mit echten Daten. Danach wissen alle, wovon sie reden.
- 04 laufend
Weiterbauen
Monat für Monat: neue Funktionen, Anpassungen, Betrieb. Monatlich kündbar.
Was Individualsoftware kostet.
Wir nennen keine Hausnummer, bevor wir den Ablauf gesehen haben — jede Zahl vorher wäre geraten. Was sich allgemein sagen lässt, ist, wovon der Preis abhängt und wovon nicht.
Was den Aufwand treibt
- Die Zahl der Systeme, die mitspielen müssen — jede Schnittstelle ist ein eigener kleiner Bauabschnitt.
- Der Zustand der Stammdaten. Uneindeutige Schlüssel kosten mehr Zeit als jede Oberfläche.
- Die Zahl der Sonderfälle, die wirklich vorkommen — nicht die Zahl derer, die jemand für möglich hält.
- Ob Daten zurückgeschrieben werden. Lesen ist leicht, schreiben braucht Prüfungen und ein Protokoll.
- Wie viele Personen mit unterschiedlichen Rechten die Anwendung benutzen.
Nicht auf der Liste steht die Zahl der Benutzer. Bei Individualsoftware kostet der einundfünfzigste Zugang nichts extra — anders als bei Lizenzen, die je Arbeitsplatz abgerechnet werden. Genau an dieser Stelle kippt die Rechnung ab einer bestimmten Größe zugunsten der eigenen Anwendung, und zwar dauerhaft: Der Entwicklungsaufwand fällt einmal an, die Lizenz jedes Jahr wieder.
Abgerechnet wird bei uns über eine monatliche Pauschale mit festem Entwicklungskontingent. Sie enthält Entwicklung, Betrieb und Weiterentwicklung — und ist monatlich kündbar, damit die Bindung über die Arbeit entsteht und nicht über die Laufzeit.
„Individualsoftware scheitert im Mittelstand fast nie an der Programmierung. Sie scheitert an Stammdaten, die seit Jahren halb gepflegt sind, und an der einen Person, die als Einzige weiß, warum eine Ausnahme existiert.“
Häufige Fragen
- 01
Brauche ich individuelle Software oder reicht Standardsoftware?
- Standardsoftware reicht überall dort, wo ein Prozess austauschbar ist: Buchhaltung, Lohn, Zeiterfassung. Individualsoftware lohnt sich, wenn ein Ablauf zum Geschäft selbst gehört und kein Produkt ihn abbildet — oder wenn drei Programme und eine Tabelle nur deshalb zusammenarbeiten, weil jemand sie täglich von Hand zusammenhält.
- 02
Können bestehende Systeme und Datenbanken integriert werden?
- Ja, und das ist der Normalfall. Angebunden wird über die vorhandenen Schnittstellen, über Datenbankzugriff oder über Exportdateien, wenn ein Altsystem nichts anderes hergibt. Ersetzt wird dabei nichts: Das ERP bleibt führend, die neue Anwendung setzt darauf auf.
- 03
Können Sie unsere bestehenden Systeme modernisieren?
- In den meisten Fällen ja — allerdings selten durch Neuschreiben. Der übliche Weg ist, das Altsystem stehen zu lassen und die Teile herauszulösen, die Ärger machen: eine neue Oberfläche für den meistgenutzten Ablauf, eine saubere Schnittstelle statt manueller Übertragung, ein Bericht, der nicht mehr aus drei Exporten entsteht.
- 04
Wie lange dauert die Entwicklung von Individualsoftware?
- Eine erste im Betrieb benutzbare Version entsteht in vier bis sechs Wochen. Das ist keine Demo, sondern eine Anwendung mit echten Daten und echten Benutzern — nur mit kleinem Funktionsumfang. Alles Weitere wächst monatlich daran, weil sich erst im Betrieb zeigt, was wirklich gebraucht wird.
- 05
Wem gehört der Quellcode?
- Ihnen, vom ersten Monat an. Code, Daten und Zugänge liegen in Ihren Konten oder werden auf Wunsch jederzeit übergeben. Die Zusammenarbeit ist monatlich kündbar; eine Bindung entsteht über die laufende Arbeit, nicht über den Vertrag.
Was soll die
Software können?
Ein paar Sätze genügen — welcher Ablauf hakt, welche Systeme im Spiel sind. Sie bekommen binnen zwei Werktagen eine Einschätzung, ob sich eigene Software lohnt und womit man anfängt.